Zu den Spontanreisen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, zählt auch die folgende dazu: Dank meiner Tante, die als Stewardess bei einer großen Fluglinie arbeitet, durfte ich fünf wunderschöne und augenöffnende Tage in Peking verbringen. Die Information, dass ich als Standby mitfliegen durfte, bekam ich eine Woche vor Abflug. In diesem Beitrag zeige ich euch, wie ihr in nur 5 Tagen sehr viel von der Stadt und der Umgebung sehen werdet und eure Reise dadurch unvergesslich werden wird!

 

Spaziergang durch die Hutongs

Als Hutongs werden die traditionellen Wohnbauten der Chinesen bezeichnet, in denen auch heute noch zahlreiche Familien leben. Solche Bauten sieht man in Peking heutzutage eher weniger, da China mit dem Bau moderner, großer und protziger Gebäude gerne seine Macht präsentiert. Umso schöner ist es aber durch die kleinen Gassen zu spazieren und sich ein Bild von dem Leben der traditionellen chinesischen Bevölkerung zu machen.

 

Glasierte Äpfelchen essen

Tang Hulu, nennt sich die chinesische Spezialität, die Naschkatzen schwach werden lässt und die man in Peking zum Beispiel bei einem Spaziergang durch die Hutongs, erstehen kann. Bei dieser Süßigkeit handelt es sich um eine spezielle Frucht, die wie ein kleiner Apfel aussieht und einen leicht säuerlichen Geschmack hat. Diese Früchte werden karamellisiert, auf Stäbchen aufgespießt und anschließend zum Verkauf angeboten. Die saure Komponente der Frucht harmoniert sehr gut mit der süßen Glasur. Deswegen muss man diese Leckerei zumindest einmal probiert haben!

Einen Nachmittag in der verbotenen Stadt

Auch der Besuch der folgenden Sehenswürdigkeit darf auf keinen Fall bei eurem Besuch in Peking vergessen werden! Es handelt sich dabei um die verbotene Stadt, bei der den Bürgern – wie der Name prophezeit- bis 1924 der Einlass verwehrt war. Dieser Ort war nämlich der Wohnsitz von insgesamt 24 Kaisern, die von 1420 bis 1911 das Land regierten. Die ehemalige Kaiserresidenz umfasst 720 000m2 und wurde in 14 Jahren insgesamt 100 000 Kunsthandwerkern und bis zu einer Million Arbeiter gebaut.Um die verbotene Stadt einigermaßen entspannt besichtigen zu können, sollte man schon am frühen Morgen kommen, da die im weiteren Tagesverlauf herbeiströmenden Besuchermassen ungeahnte Ausmaße annehmen können.

 

Ausflug auf die Chinesische Mauer

Chinesische Mauer

Wenn man schon einmal in China ist, sollte man dieses Werk, das zu den sieben Weltwundern zählt, unbedingt gesehen haben. Die chinesische Mauer erstreckt sich mit fast 21. 200 Kilometern quer durch China und kann an verschiedenen Orten auch betreten werden.In der Umgebung von Peking gibt es auch Einstiegsstellen, von denen aus man die Mauer betreten kann. Von eurem Hotel aus könnt ihr euch ein Taxi bestellen, das euch gleich in der Früh abholt und zur Mauer bringt. Ich rate euch dringendst an, dass ihr bereits früh losfährt, da sich in der Früh weniger Menschen auf der Mauer befinden und sich auf den Straßen noch keine Staus in der Umgebung der Mauer bilden. Ich persönlich machte einen Halbtagesausflug zur chinesischen Mauer beim Abschnitt Mutianyu. Obwohl ich früh dran war, herrschte bereits angeregter Betrieb. Nachdem man sich die Tickets besorgt hat, geht es mit einer Gondel rauf auf den Berg. Oben angekommen, drängten sich Touristenscharen aneinander. Doch sobald man sich zirka 30 Meter Luftlinie von der Anfangsstelle entfernt hat, ist man fast ganz alleine auf der Mauer. Der Grund dafür ist, dass man immer wieder über hohe Stufen und dann über sehr steile Stücke gelangen muss. Das bisschen Klettern zahlt sich aber aus – abseits von den Menschenmassen ist man von einer mystischen Stimmung umgeben, die man kaum anderswo findet!

 

Dumplings als schnelles Mittagessen

Auch dieses Gericht dürft ihr euch bei eurem Aufenthalt in Peking nicht entgehen lassen: Bei den sogenannten Dumplings handelt es sich um Teigtaschen, die in den verschiedensten Varianten in Peking angeboten werden. Es gibt viele kleine, einfache Lokale, die diese chinesische Spezialität zu günstigen Preisen anbieten. Die Dumplings bieten sich gut für ein schnelles Mittagessen an, denn sie werden schnell serviert, schmecken gut und haben eine langanhaltende sättigende Wirkung!

 

Ein Besuch beim Lama Tempel

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die man in Peking unbedingt gesehen haben muss, ist der Lama Tempel. Dabei handelt es sich um eine gut erhaltene buddhistische Tempelanlage, die 1744 errichtet wurde, um das annektierte Tibet zu versöhnen. Heutzutage wird in der Anlage immer noch gebetet, allerdings sind die Mönche gegenüber den Touristen in großer Unterzahl. Es lohnt sich auf jeden Fall diesen Tempel zu besuchen, da die Atmosphäre und die Architektur beeindruckend sind.

 

Abendessen im Quanxingju Restaurant

Direkt in Peking befindet sich ein kleines unscheinbares Restaurant, das jeder, der chinesisches Essen auch nur im Ansatz mag, UNBEDINGT besucht haben muss! Obwohl ich nur fünf Tage in Peking verbracht habe, dinierte ich gleich zwei Mal in diesem Restaurant. Es werden ungewöhnliche Spezialitäten wie zum Beispiel ein Kartoffel-Pommes-Turm, oder getrocknete Fisolen mit Chilis, bis hin zu gängigen chinesischen Speisen  angeboten– es ist für jeden Asia-Food-Liebhaber etwas dabei! Bestellt viel und probiert alles durch – ihr werdet es bestimmt nicht bereuen!