Im Zuge meiner Reise mit dem Interrail Greek Island Pass, verbrachte ich vergangenen Sommer sieben Tage auf der lediglich 26 Quadratkilometer großen Insel Koufonisia, die sich südöstlich von Naxos befindet. Mit weißem Sand und türkisblauem Wasser wird diese Insel als die Karibik des ägäischen Meeres gehandelt. Ursprünglich wurde die Insel von Hippies aufgesucht und war ansonsten annähernd unbewohnt. Auch heute ist Koufonisia größtenteils von dem Massentourismus geschützt und wird hauptsächlich von Griechen als Urlaubsziel genutzt.

 

Wie kommt man auf die Insel?

Die Insel ist ausschließlich mit dem Boot zu erreichen. Falls man etwas wohlhabender ist, kann man mit seiner Yacht zur Insel gelangen, oder man kommt mit einer Fähre auf die kleine Insel. Dabei gibt es die Möglichkeit in Piräus (bei Athen) einzusteigen, oder nach Naxos zu fliegen und von dort zwei Stunden mit der Fähre nach Koufonisia zu fahren.

 

Welche Übernachtungsmöglichkeiten gibt es?

Von billig bis unerschwinglich – auf Koufonisia werden alle Preisklassen für Unterkünfte geboten. Die Insel ist aber nur an der Ostküste besiedelt, da die Landschaft auf dieser Seite der Insel einfach schöner ist. Das Stadtzentrum befindet sich beim Hafen und von dort ausgehend befinden sich auch die meisten Unterkünfte. Bei dem Hafen gibt es auch einen Strand, der jedoch  nicht zu den schönsten der Insel gehört.Ich persönlich verbrachte meine Zeit, bei Finikas. Dieser Familienbetrieb bietet Apartments und Zimmer zum Vermieten an. Diese sind 10 Meter von dem Charokopou Beach entfernt und haben alle einen Ausblick auf das Meer zu bieten. Der dazugehörige Strand wird vor allem am Vormittag kaum besucht und weist weißen Sand und türkis-blaues Meerwasser auf. Es kann also schon vorkommen, dass man sich am Vormittag als einziger auf diesem Traumstrand befindet. Direkt am Strand gibt es auch ein kleines Strandrestaurant, das man direkt von Strand aus betreten kann. Dieses Restaurant wird auch von den Hotelbetreibern geführt und bietet zu erschwinglichen Preisen gute Speisen an.Ein weiterer Grund warum ich die Lage dieser Unterkünfte ideal finde ist, dass man nach einem zehnminütigen Fußmarsch bereits das Stadtzentrum erreicht und dort gemütlich Abendessen gehen kann.

Eine Übersicht über alle Unterkünfte findet ihr hier!

 

Wie kommt man vom Hafen zur Unterkunft?

Um euch einen Transport zu eurer Unterkunft zu sichern, nehmt mit den Inhabern der Unterkunft Kontakt auf und bittet sie euch abzuholen. Die meisten Unterkünfte stellen von Haus aus einen Transport vom Hafen zur Unterkunft zu Verfügung.

Wie kommt man auf der Insel herum?

Nein, ihr braucht euch keinen Mietwagen zu nehmen, da man die Insel sehr gut zu Fuß erkunden kann. Für alle, die aber etwas fauler sind, gibt es ein Transportboot, das mehrmals täglich von Bucht zu Bucht verkehrt, um Urlauber zu den verschiedensten Stränden zu bringen. Eine Hin-und Rückfahrt kostet fünf Euro und wird direkt am Boot bezahlt. Falls ihr also am Hafen wohnt und gerne einen weit entfernteren Strand besuchen wollt, zahlt sich diese Bootsfahrt definitiv aus, da man sich schon einige Kilometer Fußmarsch erspart. Falls euch allerdings bei Bootsfahrten schnell übel wird, würde ich euch diese Bootsfahrt nicht empfehlen, da es sehr schaukelig werden kann!

Wie sieht es mit der Verpflegung aus?

Bei den jeweiligen Strandbars wird auch meist etwas zum Essen angeboten. Auch in der Stadt gibt es verschiedene Lokale, die alle sehr preiswert und auch qualitativ sehr gut waren. Einen Ort gibt es allerdings, den ihr unbedingt besucht haben müsst. Im Stadtzentrum befindet sich eine Küche, die über ein Fenster Gyros in Pita, Souvlaki und weitere griechische Leckereien verkauft. Vor dem Fenster stehen Tische und Stühle bereit, damit man das Essen nicht im Stehen verzehren muss.In der Stadt gibt es außerdem zwei Supermärkte und eine Bäckerei.

Damit ich mir etwas zum Frühstück und zum Mittagessen zubereiten konnte, kaufte ich abends im Supermarkt einige Lebensmittel und in der Bäckerei ein Brot, um für die kommenden Tage ausgesorgt zu haben.

 

Was muss man unbedingt einpacken?

  • VIIIIIIEL Sonnencreme!!! Da es auf der Insel fast ausschließlich nur weißen Sand auf den Stränden und kaum natürlichen Schatten gibt, ist die Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen sehr hoch.
  • Ein Strandtuch und einen Sonnenschirm. Die Strände auf der Insel sind nicht organisiert, das heißt es gibt keine Liegen oder Schirme, die man sich mieten kann. Dies müsst ihr alles von zu Hause mitnehmen.
  • Schnüre. Warum? Ganz einfach: auf den Kykladen kann es sehr windig werden. Mit den Schnüren befestigt ihr euren Schirm, damit dieser nicht davonfliegen kann.
  • Eine Jacke für den Abend. Es kann, wie bereits erwähnt, windig werden und das auch abends, daher ist es fein, wenn man sich etwas überwerfen kann, falls es einem am Abend doch zu kalt werden sollte.

Macht euch aber keinen Kopf, falls ihr etwas vergesst, denn bei den Supermärkten bekommt man wirklich alles!

 

Die zwei schönsten Strände

Pori Beach

Charokopou Beach

Pori Beach

Dieser Strand wird von vielen als „der schönste Strand Koufonisias“ betitelt. Optisch ist dieser Strand auch wirklich ein Highlight. Allerdings ist er bei gutem Wetter sehr überlaufen und man findet kaum ein Plätzchen, wo man seine Ruhe hat. Aufgrund des schönen Panoramas ist dieser Strand zumindest einen Besuch wert!

Charokopou Beach

Dies ist der Strand, der sich bei der Unterkunft befindet, bei der ich übernachtete. Am Vormittag ist der Strand so gut wie menschenleer. Auch im Laufe des restlichen Tages ist die Zahl der Menschen, die diesen Strand besuchen überschaubar. Daher ist dieser Strand definitiv mein Favorit. Das Schöne an dieser Insel ist, dass man einfach von Strand zu Strand spazieren kann. Also macht euch auf die Socken und findet für euch den eurer Meinung nach schönsten Strand!

Diese Dinge solltet ihr erlebt haben!

Der natürliche Swimmingpool

Zwischen dem Charokopou Beach und dem Pori Beach – also auf der Ostküste der Insel – gibt es einen natürlichen Swimmingpool, der mit Meerwasser gespeist wird. Unter der Wasseroberfläche ist das natürliche Schwimmbecken durch einen kleinen Kanal mit dem Meer verbunden. Nehmt für euren Besuch zum Steinpool unbedingt Wasserschuhe mit. Ansonsten kann es mit den Steinen eine etwas schneidigere Angelegenheit werden!

Caves of Koufonisia

Im Norden der Insel, in der Nähe vom Pori Beach, gibt es Höhlen, die teilweise mit einer Kajaktour und teilweise zu Fuß erkundet werden können. Es handelt sich dabei aber nicht um in die Tiefe gehende Höhlen, aus denen man eventuell nicht mehr herauskommt, sondern um riesengroße Felsmauern, die in den faszinierendsten Formen in die Höhe ragen. Ein Ausflug dorthin zahlt sich definitiv aus, man sollte aber das Klettern mögen, denn manchmal muss man über große Steinbrocken klettern, um weiterzukommen.

 

Ist die Insel das Richtige für mich?

Pori Beach

Für all jene, die bei ihren Urlaub gerne viel Action haben und gerne auch am Abend etwas Unterhaltung haben wollen, ist diese Insel leider nicht das Richtige. Am Abend spielt nirgendwo eine Live-Band und es gibt auch keine Kinderbetreuung, die die Kinder unterhält. Aber genau dies macht es auch so entspannt. Man steht auf wann man will, verbringt den Tag am Strand und unterhält sich abends mit seinen Mitreisenden. In den sieben Tagen habe ich definitiv das Nichts-tun wieder erlernt und ging tiefenentspannt wieder von der Insel. Falls ihr also gerne schöne Strände, lockere Stimmung und wenig Stress im Urlaub haben wollt, bucht euch sobald als möglich euren Aufenthalt in Koufonisia!