Aus touristischer Sicht ist Myanmar ein Land mit viel Potential. Obwohl Myanmar in Schatten seines bekannten Nachbars Thailand steht, der als die treibende Kraft des südostasiatischen Tourismus bekannt ist, entwickelt sich Myanmar schnell. Das Land ist sehr reich mit natürlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten gesegnet und ist ein erstaunliches Reiseziel, bei dem es sehr viel zu entdecken gibt. Von alten Tempeln und Pagoden über malerische Seen und Flüsse bis hin zu unglaublich freundlichen Menschen ist Myanmar ein aufregendes Land. In diesem Beitrag erwarten Informationen und Tipps über drei Orte in Myanmar, die ihr unbedingt gesehen haben müsst!

Yangon – die ehemalige Hauptstadt

Wie die Überschrift bereits verrät, handelt es sich bei Yangon um die ehemalige Hauptstadt Myanmars. Obwohl seit 2005 Nayipidaw die Hauptstadt des Landes ist, darf sich Yangon (früher Rangun) immer noch an der größten Einwohnerzahl erfreuen. 

Highlight No. 1 – die Shwedagon-Pagode

Als die wohl beliebteste Sehenswürdigkeit und Touristenmagnet Nummer eins ist die Shwedagon-Pagode einen Besuch wert. Der Legende nach steht diese Pagode schon seit 2500 Jahren an ihrem Ort und bewahrt acht Haare von Buddha auf. Der Eintritt zur Pagode kostet 10.000 Kyat (etwa 5,50€). Besuchen kann man die Shwedagon-Pagode täglich von 4-22 Uhr und man sollte bei seinem Besuch Kleidung tragen, bei der Schultern und Knie bedeckt sind!

Highlight No. 2 – der liegende Buddha in der Chauk Htat Gyi Pagode

Dieser liegende Buddha, der eine stolze Länge von 72 Metern misst. kann in der Chauk Htat Gyi Pagode bewundert werden. Der Eintritt dafür ist kostenlos und geöffnet ist diese Pagode täglich von 6 – 19 Uhr.

Leben am Wasser – der Inle See

Im Westen Myanmars befindet sich der berühmte und malerische Inle See. Mit einer Oberfläche von etwa 12.000 Hektar zählt dieser See zu den absoluten Highlights, die man bei seinem Aufenthalt in Myanmar auf jeden Fall erlebt haben sollte. Und dies nicht zu unrecht, denn die Stimmung, die man am See verspürt, ist eine ganz besondere. Das Leben, der Menschen, die am Inle See wohnen, ist total an den See angepasst.

How to get there

Zum Inle See gelangt ihr entweder mit dem Bus oder dem Flugzeug. Der näheste Flughafen ist der Heho Airport. Dieser befindet sich etwa 40 Kilometer von dem Gebiet des Inle Sees entfernt.  Von dort aus könnt ihr euch ein Taxi nehmen, das euch weiter zum Inle See chauffiert. Eine etwas günstigere Art um zum Inle See zu gelangen erweist sich, indem man mit dem Bus fährt. Wenn ihr ihr eine Website kennenlernen wollt, die eure Reiseroute perfekt plant – egal ob ihr mit Bus, Zug, oder Flugzeug unterwegs seid, klickt ihr am besten hier (da findet ihr außerdem noch weitere Websites, die euch bei eurer Reiseplanung behilflich sein könnten!).

Bevor ihr die Inle Lake Area betreten dürft, müsst ihr, gleich wie bei vielen historischen Stätten in Südostasien, eine Eintrittsgebühr bezahlen. Diese beträgt beim Inle See 13.500 Kyat/10 USD. Wenn ihr diese bezahlt habt, könnt ihr euch gleich daranmachen die Gegend zu entdecken!

Bootstour am See

Eine Bootsfahrt um den See bietet sich perfekt an, um den See etwas näher zu erkunden. Dies funktioniert recht einfach: Man kauft sich bei einem Schalter ein Ticket und man wird den restlichen Tag von einem Bootfahrer über den See kutschiert, während man selbst gemütlich die Landschaft bewundern kann. Bei der Fahrt See durchquert man schwimmende Gärten, erblickt Pagoden und Tempel, die sich aus dem Wasser strecken und sieht die einbeinigen Fischer bei ihrer Arbeit.

Diese Bootsfahrt könnt ihr bei jedem Reisebüro, bei eurem Hotel, oder direkt am Pier buchen. Zwischen 7:00 und 8:00 Uhr beginnen die Bootfahrer mit ihrer Tour, indem sie den Kanal der Stadt und später quer zerstreut über den See schippern. Es gibt verschiedene Routen, die die Boote einschlagen. Auch dies kann vorab beim Ticketkauf besprochen werden. 

Eine Ganztagesfahrt kostet in etwa 15€, wobei euer Boot immer auf euch wartet, während ihr etwas Besucht. Nehmt für die Bootsfahrt unbedingt warmes Gewand als auch Kopfbedeckung und Sonnencreme mit. Es ist nämlich in der Früh meist ziemlich frisch und unter Tags sehr heiß!

Nachstehend findet ihr einige Stationen, die ihr bei eurer Bootsfahrt besuchen könnt:

Schwimmende Gärten

Bei diesen Gärten handelt es sich um riesige bis zu 120 Meter lange schwimmende Humusbeete. Diese sind mit Bambusstäben am Grund des Sees verankert, sodass sie der Bauer seine Felder nach einem Sturm am selben Ort wieder findet. Wenn ihr mit dem Boot bei den schwimmenden Gärten vorbeifährt, seht ihr auch vielleicht gerade ein paar Bauern bei der Arbeit.

Lotus-Manufaktur

In dieser Manufaktur werden aus einer indischen Lotusblüte Fasern gewonnen, die in weiterer Folge zu einem Zwirn gesponnen und zu einem Schal gewoben werden. All dies passiert in verschiedenen Häusern dieser Manufaktur, die mit Brücken miteinander verbunden sind. Teil der Manufaktur ist auch ein kleiner Laden, bei dem man die fertig gewebten Lotusprodukte erstehen kann. 

Tabakfabrik

Neben Seidenschals werden auch direkt am See burmesische Zigarren produziert. Bei dieser Manufaktur kann man den Prozess des Zigarrenrollens miterleben und die fertigen Zigarren in den Geschmäckern Banane, Ananas, Zimt, Minze und Anis auch kaufen.

Die Langhals-Ladies

Bei einer weiteren Station kann man auf die Langhalsfrauen, die auch Giraffenladies genannt werden, treffen. Sie gehören einem Volk, das sich in der Nähe des Inle Sees angesiedelt hat an und verkörpern eine touristische, aber aussterbende Attraktion des Sees. Viele junge Frauen nehmen heutzutage Abstand von diesem Kult und daher wird die Anzahl der Langhalsladies auch immer weniger. Übel nehmen kann ihnen das wohl niemand, denn die Messingringe, die die langen Hälse der Frauen zieren können bis zu acht Kilogramm wiegen. Neben den Webstühlen, bei denen die LAnghalsfrauen ihre eigentliche Arbeit, nämlich das Weben, verrichten, steht auch ein kleiner Topf, in welchem man ein kleines Trinkgeld für ein Foto mit den Damen hinterlassen kann!

Die “Five-Days-Markets”

Bei diesen Märkten bieten die Einheimischen ihre Waren an. Neben Gemüse, Kräutern und Fleisch findet man an diesen Märkten auch Händler, die Medikamente wie in einer Apotheke verkaufen und Frisöre, die ihre Dienste zu einem günstigen Preis anbieten. Der Markt findet jeden Tag an einem anderen Ort statt. Insgesamt gibt es fünf Orte, in welchen dieser ausgerichtet wird.

  • Nyaungshwe

  • Heho

  • Taunggyi

  • Maing Thauk

  • Shwenyaung

Dabei handelt es sich aber nicht immer um Floating Markets, also um Märkte, die direkt am Wasser stattfinden. Am besten fragt ihr bei eurer Unterkunft oder direkt bei eurem Boot-Fahrer nach, wo gerade Markttag ist und lasst euch dann direkt dorthin bringen.

Mystik pur – die Pagodenstadt Bagan

Sie zählt zu den einzigartigsten Städten Südostasiens, kommt auf so ziemlich jeder Backpacker-Bucketlist vor und wird auf diversen Social Media Plattformen scheinbar endlos gehypt: Bagan – die Stadt der tausenden Pagoden. Gleich wie beim Inle See muss man auch bei dieser historischen Stätte eine Eintrittsgebühr entrichten. Das Ticket kostet 25.000 Kyat und ist für fünf Tage gültig.

How to get there

Nach Bagan gelangt man entweder mit Zug, Bus oder mit dem Flugzeug. Letzteres ist dabei natürlich wieder die teuerste Variante. Vom Busterminal und vom Flughafen aus gibt es Busse, die dich in Bagans Zentrum bringen. Eine Busfahrt kostet Oneway zirka 5€.

Von Yangon aus gelangt ihr nach Bagan entweder mit einer 18-stündigen Zugfahrt (etwa 9€), einer zehnstündigen Busfahrt (etwa 15€) oder einem zweistündigen Flug (ab 80€).

Von Mandalay aus gelangt ihr entweder mit einer acht- bzw. zehnstündigen Zugfahrt (zwischen 5-8€), einem dreißigminütigen Flug (ab 50€) oder einer ganztägigen Flussreise mit der Fähre (ab 14€) an euer Ziel.

Tempelhopping

Bagan Pagoden

Um die perfekte Temple Hopping Tour zu machen benötigt ihr folgende Dinge: etwas längeres Gewand, viel Wasser (unter Tags kann es mehr als nur warm werden) und ein ausgeliehenes Moped (kostet etwa 5€ pro Tag). Wenn ihr all diese Dinge zusammen habt, schnappt euch noch eine Karte, bei der die wichtigsten Pagoden eingezeichnet sind und schon kann es losgehen!

Watch a sunset at least once a day

Eine sehr beliebte Variante den frühen Abend in Bagan zu verbringen ist, sich von einer Pagode aus den Sonnenuntergang anzusehen. Zu den schönsten Aussichtspunkten für den Sonnenuntergang zählen die Shwesandaw-Pagode, Lawka Ou Shaung-Pagode, Nord- und Süd-Guni, Tayokpye-Tempel, Dhammayazika Paya oder der Nanmyint-Turm. Zu diesen Orten fahren dann auch öfters Shuttlebusse zur gegebenen Zeit. Empfehlenswerter ist es allerdings schon einige Zeit vor dem Sonnenuntergang und vor der Ankunft der Shuttlebusse dort zu sein um sich den besten Platz zu sichern. Wenn es soweit ist, einfach Kamera bereithalten und losknipsen, oder einfach nur die Atmosphäre geniesen!

Der Sonnenuntergang kann in Bagan aber nicht nur von Pagoden aus bewundert werden, sondern auch von einer der vielen Sandbänke des Ayeyarwady Flusses. Fragt am besten in eurer Unterkunft nach und sucht euch dann ein passendes Boot, das euch vor Sonnenuntergang bei der Sandbank abliefert und euch dort nach Sonnenuntergang wieder abholt.