Bunt, lebendig, multikulti, kreativ und sehr geschichtsreich. Diese Adjektive beschreiben Berlin wohl am besten. Von den vielen europäischen Städten sollte man sich Berlin auf jeden Fall auf seine Bucketlist setzten, denn die Stadt kann nicht nur ein sehr hippe Szene vorweisen, sondern wurde auch sehr oft zum Schauplatz wichtiger weltpolitischer Ereignisse in der Vergangenheit.

In diesem Berlin City Guide ist für jeden etwas dabei. Von Sightseeing Aktivitäten über Lokalempfehlungen bis hin zu einigen Geheimtipps – dieser Beitrag beinhaltet einige Infos, die euch bei eurer Reiseplanung helfen werden. Viel Spaß beim Lesen und Planen!

How to get around

Bereits am Flughafen kann man sich Tickets für das öffentliche Verkehrsnetz zulegen. Dies lege ich euch dringend ans Herz, denn Berlin ist so groß – da kann man sich das Zu-Fuß-Gehen sparen.

Die Tickets der Öffis werden in gestaffelten Preisen angeboten, denn das Streckennetz wird in drei Zonen unterteilt:

Teilbereich A

Berliner Innenstadt bis einschließlich S-Bahn Ring

Teilbereich Berlin B

außerhalb des S-Bahn Rings bis zur Stadtgrenze

Teilbereich Berlin C

Berliner Umland (zirka 15 km um das Land Berlin), einschließlich der Stadt Potsdam

Je nachdem wohin ihr fahren wollt, besteht die Möglichkeit ein dementsprechendes Ticket zu kaufen.

Weiters gibt es die Möglichkeit ein einfaches Tagesticket zu kaufen. Dieses Ticket ist bis zu dem darauffolgenden Tag um 3:00 Uhr gültig. Falls ihr allerdings auch einige touristische Aktivitäten unternehmen möchtet, zahlt sich der Kauf einer “Welcome Card” aus. Mit diesem Ticket kann man 24 Stunden (und länger für Aufpreis) das öffentliche Verkehrsnetz nutzen und bekommt sogar bei 200 Attraktionen und Aktivitäten, die in der Stadt angeboten werden, einen Rabatt.

Eine kleine Hilfestellung könnte euch folgende App geben: BVG Fahrinfo Plus Berlin hilft euch deine Route mit den Öffis zusammenzustellen, egal wo ihr gerade in Berlin bist. Mithilfe dieser App könnt ihr auch Tickets buchen, unter anderem auch die “Welcome Card”, allerdings bekommt man bei der Online-Buchung keinen Stadtplan und auch kein Aktionsbüchlein, das einem zeigt, welche Angebote es gibt. Schlussendlich muss aber jeder selbst entscheiden, ob einem die analoge oder digitale Version sympathischer ist.

Sightseeing Guide

 

Kurzer Stopp beim Alexanderplatz & beim Fernsehturm

Im Bezirk Mitte befindet sich der wohl bekannteste Platz Deutschlands – der Alexanderplatz. Von Kinos, Geschäften, Restaurants und Einkaufszentren umringt, stellt dieser Platz einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt dar: Hier fahren S-Bahnen, Regionalzüge, Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen. Am Alexanderplatz befindet sich zudem auch das wohl bekannteste Gebäude Berlins. Mit 368 Metern ist der Berliner Fernsehturm nicht nur das höchste Gebäude in Berlin, sondern in ganz Deutschland. In 203 Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform, bei der man gegen 15,50€ Eintritt beim Schalter als Erwachsener (9,50€ als Kinder zwischen vier und 16 Jahren) einen 360-Grad-Blick über die Stadt erhält. Um auf die beliebte Aussichtsplattform zu gelangen, muss man jedoch lange Warteschlangen im Untergeschoss des Fernsehturms in Kauf nehmen. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit sogenannte “Fast-Tickets” zu buchen, mit denen man ganz ohne warten zur Plattform gelangt. Diese Tickets kann man entweder vor Ort oder bereits vorab im Internet bestellen!

Zu den Tickets gelangt ihr hier!

 

Ein Muss: Das Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor ist DAS Wahrzeichen Berlins schlechthin. Während des Bestehens der Berliner Mauer gehörte das einzige noch erhaltene Stadttor Berlins dem Niemandsland an und war somit für die Berliner nicht zugänglich. Nach dem Mauerfall begleiteten 100.000 Menschen die offizielle Öffnung des Brandenburger Tors am 22. Dezember 1989. Kurz davor wurde hier auch das erste Silvester der wiedervereinigten Deutschen gefeiert. Noch heute steht das Brandenburger Tor wie kaum ein anderes Wahrzeichen für das wiedervereinigte Berlin.  

 

Gleich um die Ecke: Der Reichstag

Ganz in der Nähe vom Brandenburger Tor findet sich auch schon die nächste Sehenswürdigkeit, die ebenfalls gut besucht wird: Der Reichstag. Dabei handelt es sich um den Sitz des Deutschen Bundestages. Die Glaskuppel ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich, jedoch muss man dafür im Vorhinein eine Reservierung vornehmen. Das geht ganz einfach online. Wenn ihr daran interessiert seid, klickt einfach hier!

 

Ein weiterer Publikumsmagnet: Der Berliner Dom

Unweit vom Reichstag und vom Brandenburger Tor befindet sich der Berliner Dom. Mit seiner atemberaubenden Architektur zählt er zu den bestbesuchtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im Dom selbst werden Touren angeboten, ich würde euch allerdings raten euch ein Plätzchen in dem Grünbereich vor dem Dom zu suchen und einfach die Aussicht auf euch wirken zu lassen!

 

Der Grenzposten Checkpoint Charlie

Der “Checkpoint Charlie” ist ein historischer Ort, der zu den klassischen Sehenswürdigkeiten Berlins zählt. Es handelt sich dabei nämlich um eine ehemalige Grenzpostenstelle, die das Ende des Amerikanischen Sektors zur Zeit des Kalten Krieges anzeigt. Um diesen Ort herum befinden sich einige Museen, die sich vor allem mit der Thematik der Teilung Deutschlands und den damit einhergehenden Problem und historischen Ereignissen beschäftigen.

Ich persönlich würde euch empfehlen, dass ihr, so wie so ziemlich jeder Tourist, eventuell ein Erinnerungsfoto vor dem erhaltenen Grenzposten schießt und danach einfach die ganze Situation und die Umgebung auf euch wirken lässt. Es wird euch ziemlich surreal vorkommen, dass Berlin vor 30 Jahren durch eine Mauer geteilt war und diese eine der wenigen Grenzübergangsstellen darstellte.

 

1316 Meter Staunen – Die East Side Gallery

Mit einer Länge von 1,3 Kilometern werden bei der East Side Gallery Kunst und Geschichte vereint. Die längsten zusammenhängenden Überbleibsel der Berliner Mauer können in Bezirk Friedrichshain, direkt an der Spree, gratis besucht werden. Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer begannen 118 Künstler aus 21 Ländern die Ostseite dieses Mauerstückes zu bemalen. Heutzutage ist die East Side Gallery eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit und einige der Malereien haben bereits Kultstatus erreicht. So sind der Trabi, der die Mauer durchbricht, oder der Bruderkuss mittlerweile sehr beliebte Fotomotive!

All jenen, die in Ruhe ein Erinnerungsfoto machen wollen, rate ich entweder vor 9:00, oder ab 18:oo Uhr diese Sehenswürdigkeit zu besuchen. Zu diesen Zeiten fahren die Hop-on-Hop-off-Busse nämlich nicht mehr, denn mit diesen Bussen kommen definitiv die meisten Touristen zur East Side Gallery.

 

Touristisch, aber sehr nett – Eine Bootstour an der Spree

Sie werden mittlerweile an nahezu allen Ecken angeboten, sind aber eine Überlegung wert. Verschiedene Anbieter verkaufen diverse Bootstouren entlang der Spree. Während ihr euch bei einem Getränk am Boot entspannt, kuttert das Boot entlang des Flusses und ihr könnt die Stadt vom Wasser aus bewundern. Bei schönem Wetter würde ich dies jedem empfehlen!

 

Food Guide

Während meines Aufenthaltes in Berlin war ich im Bezirk Charlottenburg untergebracht. Deswegen suchte ich mir öfters genau in dieser Gegend etwas zu Essen. Eine Auswahl von meinen Lieblingslokalen findet ihr in dem folgenden Abschnitt!

Frühstück bei “A never ending love story”

Wer die Farbe rosa, nette Einrichtung und gutes, schön angerichtetes Essen liebt, der ist in dem folgenden Frühstückslokal sehr gut aufgehoben. Zwischen 9:00 und 15:00 werden in “A never ending love story” süße und salzige Speisen zum Frühstücken angeboten. Das Frühstück wurde schnell serviert und schmeckte zudem auch noch gut und sehr frisch. Von meiner Seite ist dieses Lokal also eine klare Empfehlung!

Mehr dazu: facebook.com/a.never.ever.ending.love.story

 

Mittagssnack bei “Sweet Jane”

Bei diesem Laden handelt es sich eigentlich um einen Kuchen- und Tortencateringservice. Es gibt dort jedoch auch eine kleine Diele, bei der typisch venezuelanische Arepas und anderes Fingerfood angeboten wird. Bei den Arepas handelt es sich um ein Maisfladenbrot, das mit verschiedenen Zutaten gefüllt wird. Das Personal war sehr freundlich und bemüht und das Essen vorzüglich. Meiner Meinung nach einfach das perfekte Lunch-to-go!

 

Abendessen im Burgerzimmer

Der Name dieses Lokals hält eindeutig was er verspricht. In lediglich einem Raum werden im “Burgerzimmer” Burger, HotDogs und Snacks angeboten. Das Lokal kann mittlerweile fünf Standorte in Berlin aufweisen und kann meiner Meinung nach nur weiterempfohlen werden. Man hat nämlich mehrere Möglichkeiten sein Menü individuell zu gestalten. So kann man sich die Beilage zu seinem Burger, zwischen einem Weizen- oder Vollkornbrötchen wählen und sich eines von vielen Getränken aussuchen. Außerdem kann ich über den Standort in der Kantstraße auch behaupten, dass das Personal sehr freundlich und wortgewandt war (An dieser Stelle liebe Grüße an euch ;-))

Wenn ihr euren Burger lieber von eurer Unterkunft aus genießen möchtet, ist das auch kein Problem, da die Speisen in einem Umkreis von vier Kilometern sogar ohne Liefergebühr zugestellt werden. Falls ihr also Lust auf einen Burger habt, ist das “Burgerzimmer” eine sehr gute Adresse!

Mehr dazu: www.berlin-burgerzimmer.de

 

Der “Like-a-local”-Guide

Shop like a local

In Berlin gibt es extrem viele lokale Designer. Da ist für jedes Budget etwas dabei. Meistens sind diese Shops jedoch in irgendwelchen Seitengassen versteckt und man hat keine Zeit sich während seines Städtetrips auf die Suche danach zu machen.

Zumindest für Berlin kann diese Sorge für euch der Vergangenheit angehören. Denn ich habe euch zwei Hotspots für Lokal Mode und Design in Berlin herausgesucht:

1. Bikini Berlin

In der Nähe vom Kurfürstendamm befindet sich das Kaufhaus Bikini Berlin. Neben einigen internationale Labels finden sich hier auch lokale Designer und Concept Stores. Zudem gibt es im Erdgeschoss auch kleine Boxen, die man sich als Designer mieten kann und sich dort für eine bestimmte Zeit in einem Pop-up-Store ihre Ware vertreiben können. Infos zu den aktuellen Boxmietern findet ihr hier!

Außerdem gibt es in “Bikini Berlin” auch zahlreiche Möglichkeiten, bei denen man mal kurz eine Pause machen kann. Es gibt Lounges, Cafés und eine Sitzgelegenheit, von der man einen direkten Blick in den Tierpark hat!

2. Prenzlauer Berg

Der Berliner Bezirk Prenzlauer Berg ist unter anderem auch für seine lokalen Shoppingmöglichkiten bekannt. Besonders in den Blöcken zwischen der Prenzlauer Allee und der Schönauer Allee (siehe Karte). Es handelt sich dabei um eine etwas ruhigere Gegend, durch die man abseits des Großstadttrubels flanieren kann. In diesen Gassen befinden sich einige nette, lokale Läden, die nicht so extrem überfüllt sind, wie die Einkaufszentren in den Zentren der Stadt. Hier könnt ihr richtig berlinerisch einkaufen!

 

Auf Streetart-Jagd in Kreuzberg

Berlin ist eine Stadt in der sich Straßenkünstler offensichtlich sehr wohlfühlen. Kaum kommt man an einer großen leerstehenden Fläche vorbei, die nicht bereits verschönert worden ist. Die Künstler sehen ihre Werke als eine Art Medium an, mit denen sie ihre Meinung äußern und ihren Standpunkt vertreten können, ohne dafür ihre Stimme zu heben. Obwohl die Straßenmalereien eigentlich so gut wie überall zu finden sind, gibt es einige Zentren in denen sich diese Art von Kunst konzentriert. Besonders hervorzuheben ist dabei der Bezirk Kreuzberg, bei dem sich viele Kunstwerke aneinanderreihen und natürlich die bereits erwähnte East Side Gallery.

 

Auf der Suche nach dem “echten Berlin”

In den ersten paar Tagen, die ich in Berlin verbrachte, war ich zuerst ehrlich gesagt enttäuscht. Nichts von alldem wie ich mir diese Stadt vorgestellt habe traf bis zu diesem Zeitpunkt zu. Ich habe mir Berlin als eine hippe, lässige und pulsierende Stadt vorgestellt, die einen Nährboden für kreative junge Leute, wie mich bereithält.

Dise Vorstellung erfüllte sich mir jedoch wieder, als ich einen Tag im Bezirk Kreuzberg verbrachte. Gefüllt mit jungen Leuten, lässigen Lokalen und entspannter Atmosphäre implizierte dieser Bezirk genau diese Stimmung, die ich mir von Anfang an erwartet habe.

In diesem Bezirk ist es besonders schön die Oranienstraße, die auf der Karte unten verzeichnet ist, entlang zu schlendern. Hier findet ihr einige nette, hippe Lokale, Street Art und kleine Läden. Seid ihr am Nordende der Oraninstraße angelangt, könnt ihr der Skalitzerstraße folgen und kommt dann direkt zur Spree. Von dort aus könnt ihr, wie bereits erwähnt, eine Bootstour machen!

Viele Leute haben mir bereits gesagt, dass Berlin nicht Liebe auf den ersten, aber vielleicht Liebe auf dem zweiten oder dritten Blick ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei mir und auch bei vielen von euch so ist bzw. so sein wird. Deswegen kommt doch einfach noch ein zweites oder drittes Mal in die Stadt, falls ihr euch beim ersten Mal noch nicht in sie verliebt habt!