1. Leiht euch ein Quad aus und erkundet die Insel auf eigene Faust

Was gibt es schöneres, als eine Insel auf eigene Faust zu erkunden, während einem der Wind durch die Haare bläst? Ein Quad für ein oder zwei Tage auszuleihen ist überraschend billig und wirklich einzigartig. Jedoch muss man wirklich vorsichtig sein, da mit solch einem Gefährt doch einiges passieren kann. Als ich auf Santorin war, wollte ich mir zuerst ein Auto für einen Tag mieten, da dies auch nicht unbedingt teuer ist (ca. 30€). Allerdings muss man dafür mindestens 21 Jahre alt sein und den Führerschein haben. Den Führerschein hatte ich zu diesem Zeitpunkt zwar schon, jedoch konnte ich nur zarte 17 Jahre als Alter vorweisen. Deswegen entschied ich mich dafür, ein Quad für einen Tag zu mieten. Die Preise staffeln sich nach PS der Quads. Die Chefin der Agentur empfahl mir aber das schwächste Modell zu nehmen, da ich zuvor noch nie mit solch einem Gefährt gefahren bin. 

Alles weitere geht relativ einfach: man muss einen Vertrag unterschreiben und sofort bezahlen. Es gibt auch die Möglichkeit eine Versicherung abzuschließen, falls man einen Unfall mit dem Quad bauen sollte. Danach schwingt man sich einfach nur noch aufs Quad und kann die Insel erkunden. Welche Orte ihr dabei unbedingt nicht missen solltet, erfährt ihr in den weiteren Aufzählungspunkten…

 

2. Imerovigli – ein Ort, dem man einen Besuch abstatten sollte

Mit dem Quad besuchte ich unter anderem auch die die Stadt Imerovigli. Nach einem kurzen Spazierugang durch die Stadt, entdecke ich, dass es dort einen langen Pfad gibt, der zu einem großen Felsen, der sich auf einer Halbinsel befindet, führt. Sofort war mein Interesse geweckt und ich machte mich auf den Weg… Nach vielen Stufen war ich auf der Halbinsel angelangt. Von dort aus hatte man einen tollen Blick auf Fira und Imerovigli. Von der Halbinsel aus konnte man aber noch weitere Treppen hinab steigen. Am Ende der vielen Stufen angelangt, befand sich eine kleine Kirche, von welcher man einen tollen Ausblick auf den Vulkan hatte. Ein positiver Nebeneffekt war auch noch, dass man dort supertolle Bilder machen konnte…

 

3. Leuchtturm am vermeintlichen Ende der Welt

Am Inselende von Santorin befindet sich ein Leuchtturm. Dieser ist zwar nicht besonders groß, aber man hat dafür von dort aus einen wunderschönen Ausblick. Ein Ausflug zu dem Leuchtturm lohnt sich aber nur, wenn man mit einem Quad oder Auto unterwegs und gerade zufällig in der Gegend ist.

 

4. Spaziergang am Red Beach

Nicht weit vom Leutturm entfernt befindet sich der angesagte rote Strand. Wer nach Ruhe und Entspannung sucht ist an diesem Ort leider falsch, da sich Massen an Touristen an diesem Stand befinden. Atemberaubend sind allerdings der rote Sand und die hohen, roten Felswände, die den Strand umgeben. Für einen ausgelassenen Badetag würde ich den Strand aber nicht empfehlen, da sich dort schlichtweg einfach viel zu viele Personen befinden. 

 

5. Ein Stopp beim Black Beach

Wer aber einen entspannten Badetag an einem etwas ungewöhnlichen Strand verbringen will, dem wird dieser Strand gefallen. Schwarze kleine Steine füllen die Bucht aus und sorgen für ein mystisches Panorama. Dieser Strand ist bei weitem nicht so überlaufen wie der Red Beach. Man findet auch Liegen und Sonnenschirme zum Mieten vor – wenn ihr also einen Ort zum Ausspannen abseits von den Touristen sucht, ist dieser Strand ideal!

 

6. Wanderung von Fira nach Oia

Wenn ihr euch gerne aktiv bewegt und nebenbei auch noch ein atemberaubendes Panorama auf euch wirken lassen wollt, dann ist diese Wanderung das Richtige für euch! Die Wanderung dauert in etwa drei Stunden und ist weitaus anstrengender als ich es mir vorgestellt habe. Während der Wanderung kommt man dafür aber zu Aussichtspunkten, die die ganze Anstrengung wert sind!

Beginnt mit eurer Wanderung in der Früh – je später es wird, desto wärmer wird es und dies ist bei diesem Wanderweg nicht unbedingt angenehm, da es kaum Schatten gibt und oftmals auch steil bergauf geht. Wenn ihr in der Früh weggeht, könnt ihr außerdem den ganzen Tag in Oia verbringen und am Abend mit dem öffentlichen Bus wieder zurück nach Fira fahren. Achtet zudem auch unbedingt auf gutes Schuhwerk und darauf, dass ihr genügend Wasser mithabt – glaubt mir, das werdet ihr brauchen! 

 

7. Sonnenuntergang in Oia

Nachdem ihr einen Tag in Oia verbracht habt, holt euch etwas zu Essen und sucht euch zirka eine Stunde vor Sonnenuntergang einen Ort von dem aus ihr diesen beobachten könnt. Der Sonnenuntergang ist in dieser Stadt nämlich das Großereignis schlechthin. Unzählige Menschenmassen strömen zu den beliebtesten Aussichtspunkten, um die Sonne im Meer versinken zu sehen. Nachdem die Sonne untergegangen ist, klatscht die Menschenmenge und jeder geht wieder seinen eigenen Weg.

Fazit: Ich habe definitiv schon schönere und vor allem unbedrängtere Sonnenuntergänge gesehen. Dennoch ist der Sonnenuntergang in Oia ein Erlebnis, das man sich zumindest einmal zu Gemüte führen sollte!

 

8. Pyrgos – die weiße Stadt

Einst die Hauptstadt Santorins, heute so gut wie vergessen. Auf einer 350 Meter hohen Bergkuppe befindet sich das Dorf Pyrgos. Kaum ein Tourist besucht diesen wunderschönen Ort, wo sich ein weißes Häuschen an das nächste reiht. Macht es so wie ich: Schlendert entspannt den schmalen Gassen entlang und entdeckt die Schönheit dieses Dorfes!

 

9. Bootstour zum Vulkan und zu den Hot Springs

Bei nahezu jeder Tourist Agency in Fira findet man Angebote zu Bootstouren, die Touristen zu den etwas entlegeneren Orten Santorins bringen. Obwohl ich Touristen-Massenabfertigungen eigentlich etwas skeptisch gegenüberstehe, entschied ich mich, bei einer Bootstour zu den Hot Springs und zum Vulkan teilzunehmen. Vom alten Hafen Firas aus begann die schaukelige Fahrt, die sich, obwohl alles sehr touristisch aufgebaut war, als sehr nett erwies. Den ersten Stopp machten wir bei den Hot Springs, wo man zirka 20 Minuten in dem rot-orangen Wasser baden durften. Danach ging es weiter zum Vulkan. Es befand sich ein Guide am Boot, der die Menschen auf unserem Boot zum Vulkan führte. Ich entschied mich aber den Vulkan auf eigene Faust zu erkunden, denn man bekommt an Board einen kleinen Flyer zugesteckt, der alles Wesentliche über den Vulkan kurz zusammenfasst. Für den Vulkan nehmt unbedingt eine Kopfbedeckung (oder ihr macht euch einen Turban, so wie ich) und etwas zum Trinken mit, denn es ist wirklich sehr heiß. Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich die Fahrt wirklich ausgezahlt hat und ein tolles Erlebnis war!

 

10. Unterkunft für Sparfüchse

Santorin – eine griechische Insel wie aus dem Bilderbuch. Doch leider gibt es auf dieser Insel kaum Unterkünfte für Personen, die bei der Unterkunft etwas sparen wollen und dafür auch nicht den größten Luxus erwarten. Da ich mir meinen Aufenthalt in Griechenland größtenteils selbst finanzierte, suchte ich nach einer möglichst preiswerten Unterkunft. Bei meiner Recherche im Internet stieß ich auf den Campingplatz “Santorini Camping”, der zu sehr moderaten Preisen einen Schlafplatz anbot. Als ich mit der Fähre in Santorin ankam, befand sich dort überraschender Weise ein Transport zum Campingplatz am Hafen, der mich zum Campingsplatz brachte. Dies war sehr praktisch, da man sich somit Taxikosten sparte. Meine Unterkunft am Campingplatz war zwar sehr einfach, aber das machte mir nichts aus, da ich sowieso nur zum Schlafen dort verweilte und sonst immer auswärts war. Für alle, die preiswert reisen wollen und sich keinen Luxus erwarten ist diese Unterkunft bestimmt passend!